Nachhaltiges Wirtschaften – Chance für Unternehmen & Kunden

Ein nachhaltiges Wirtschaften steigert die Lebensqualität für sämtliche Wirtschaftssubjekte und gilt als zukunftsorientierte Handlungsweise.

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Nachhaltiges Wirtschaften impliziert ein Gleichgewicht zwischen den ökologischen, ökonomischen und sozialen Bedürfnissen einer Gesellschaft. Mithilfe dieser Vorgehensweise trägt die Industrie zu einem Wohlstandswachstum und Umweltschutz bei. Immerhin hat die Weltkommission der Umwelt sowie Entwicklung ein nachhaltiges Wirtschaften als eine dauerhafte Entwicklung, welche die Bedürfnisse der heutigen und zukünftigen Generation befriedigt, definiert. Somit impliziert ein nachhaltiges Wirtschaften eine zukunftsorientierte Nutzung der natürlichen Ressourcen wie Boden, Wasser und Luft. Biodiversität und ein Schutz der Grundbedürfnisse der Weltbevölkerung fallen ebenfalls unter die Rubrik nachhaltiges Wirtschaften.

Aus den Handlungsbedingungen geht hervor, dass nachhaltiges Wirtschaften definitiv eine zukunftsorientiere Handlungsweise und keinen vorübergehenden Trend darstellt. Ein rücksichtsvoller Umgang mit den erneuerbaren und nicht-erneuerbaren Rohstoffen ermöglicht einen dauerhaften Gewinn. Deshalb sind Unternehmen darauf erpicht, ihren Energieverbrauch zu senken sowie auf erneuerbare Energien umzusteigen: der Klimaanstieg und die Ressourcenknappheit verdeutlichen, dass ein nachhaltiges Wirtschaften die Gegenwart und Zukunft zugleich darstellt. Unternehmen, gemeinnützige Organisationen sowie Privathaushalte, die diesen Umschwung als Modetrend bewerten und kein nachhaltiges Wirtschaften an den Tag legen, werden die Konsequenzen ihres verantwortungslosen Handelns spüren.

Nachhaltiges Wirtschaften steigert die Lebensqualität

„Rettet den Planten“ fungiert als Slogan zahlreicher Unternehmen. Eine weitere Aufforderung lautet „Zeige deine Fürsorge“. Es handelt sich dabei um Textilunternehmen, die ihren Kunden die Bedeutung der Nachhaltigkeit vermitteln wollen. Sie weisen darauf hin, dass sie den Aspekt nachhaltiges Wirtschaften in die Tat umsetzen. Neben der Kleiderbranche setzt die Ernährungs- und Technikindustrie seit Langem auf ein nachhaltiges Wirtschaften. Die Nahrungsökonomie praktiziert einen nachhaltigen, biologischen Anbau. Wohingegen Technikkonzerne Geräte, die weniger Strom verbrauchen und eine längere Akkulaufzeit gewährleisten, produzieren. Des Weiteren impliziert ein nachhaltiges Wirtschaften eine gegenseitige Unterstützung der drei Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziologie.

Ein nachhaltiges Wirtschaften steigert die Lebensqualität für sämtliche Wirtschaftssubjekte. Beispielsweise schließt eine nachhaltige Kultivierung von Lebensmitteln den Einsatz von Pestiziden aus. Handelt es sich somit nicht um einen doppelten Nutzen für alle Beteiligten? – Sowohl die Umwelt als auch die Gesundheit der Verbraucher profitieren von einer nachhaltigen Wirtschaft. Zudem berücksichtigen Akteure den sozialen Faktor. Lokale Bauern benötigen keine Schutzausrüstung, um sich von den möglichen Schäden der giftigen Chemikalien zu schützen.

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Gründe, weshalb verantwortungsbewusste Wirtschaftsakteure ein nachhaltiges Wirtschaften wählen

Unternehmen verfolgen das Ziel der langfristigen Gewinnmaximierung. Zudem überzeugen sie ihre Kunden nur durch komparative Konkurrenzvorteile, ihre Produkte und Dienstleistungen zu wählen. Nachhaltiges Wirtschaften trägt nicht nur zum Erhalt des Dreiecks Ökonomie, Ökologie und Soziologie bei, sondern bietet wirtschaftlich ausgerichteten Organisationen Vorteile. Unternehmen, die den Aspekt nachhaltiges Wirtschaften umsetzen, zeichnen sich durch einen höheren Erfolg und innovative Produkte aus. Schließlich zielen sie darauf ab, jedes Jahr bessere Erzeugnisse zu liefern. Der „Rausschmiss“ von nicht-abbaubaren Plastikmaterialien unterstützt in jeglicher Hinsicht ein nachhaltiges Wirtschaften.

Auch wenn Unternehmen einem großen Druck unterliegen und teilweise deshalb ein nachhaltiges Wirtschaften wählen, basiert ihre Entscheidung dennoch überwiegend auf freiwilliger Basis. Weil der Unternehmenswert desgleichen von immateriellen Größen beeinflusst wird: Zu diesen zählen das Unternehmensimage, Patente, Markenbekanntheit, Know-how sowie die Forschung und Entwicklung. Im Umkehrschluss haben Unternehmen, welche ein nachhaltiges Wirtschaften vernachlässigen, einen schlechten Ruf. Sie ziehen weder verantwortungsbewusste Kunden an noch sind sie zukunftsorientiert. Somit können sie den Klimawandel, Ressourcenschwund und die damit verbundenen Wiedergutmachungsforderungen der Betroffenen keineswegs ignorieren: Skandale wie Manipulation von verminderten CO2-Ausstößen, schlechte Entlohnung oder gar Kinderarbeit bedeuten nicht nur eine Schädigung der Reputation, sondern auch die sichere Insolvenzanmeldung.

Investoren und Kunden berücksichtigen den Nachhaltigkeitsaspekt – zumindest die Qualitativen. Ungiftige Materialien, keine schädlichen Chemikalien, gerechte Entlohnung und keine negativen externen Effekte für die Umwelt, zählen zu den gewünschten Voraussetzungen. Ansonsten beenden Investoren schlimmstenfalls die Zusammenarbeit. Wer möchte schon mit Ausbeutung und Umweltkatastrophen in Verbindung gebracht werden? – Richtig: niemand. Das gilt insbesondere in der freien Wirtschaft. Deshalb zahlt sich ein nachhaltiges Wirtschaften in vielerlei Hinsicht aus: Zudem sichert es die Unternehmenszukunft.

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Weshalb wählen Aktionäre, Investoren und Kunden nachhaltiges Wirtschaften?

Handelt es sich dabei vermehrt um Aktionen von Umweltökonomen? Ist eine Trendwende aufgrund der zunehmenden Ressourcenknappheit eingekehrt? – Die Antwort lautet: Beide Aspekte treffen zu und bewegen zu einem nachhaltigen Wirtschaften. Dank des steigenden Wohlstands verfügen Aktionäre, Investoren und Konsumenten über mehr Kapazität. Der Wohlstandswachstum hat die Zahlungs- und Investitionsbereitschaft der Wirtschaftsakteure erhöht. Mit ihren gezielten Konsumentscheidungen unterstützen sie die nachhaltige, wirtschaftliche Entwicklung. Diese richtungsweisenden Entscheidungen punkten mit weitreichenden Effekten.

Finanzmarktprodukte bevorzugen ein nachhaltiges Wirtschaften

Grüne Anlageprodukte gewinnen täglich an Bedeutung. Sie erregen die Aufmerksamkeit der Investoren, die damit automatisch ein nachhaltiges Wirtschaften verbinden. Darüber hinaus hat die Europäische Union einen Finanzplan für grüne Anlageprodukte erstellt. Des Weiteren findet ein Umschwung statt. Anstatt in Rüstung zu investieren, bevorzugen die Verantwortlichen eine Investition in grüne Wertpapiere: Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zu ihrem Ruf.

3 gute Gründe, die für eine nachhaltige Geldanlage sprechen

  • Grüne Geldanlagen berücksichtigen ein nachhaltiges Wirtschaften. 
  • Sie vereinen das Trio: Wirtschaft, Umwelt und Soziales. 
  • Darüber hinaus erwirtschaften sie Erträge mithilfe von produktiven Sachwerten. Zudem versprechen sie attraktive Renditen

Grüne Geldanlagen überzeugen ferner mit strengen Nachhaltigkeitskriterien. Sie schließen Rüstungskonzerne, Kinderarbeitsunternehmen, Gen-Food-Hersteller und Umweltverschmutzungen aus. Die Anlageschwerpunkte liegen auf der Nutzung von erneuerbaren Energien, einer Trinkwassereinsparung und der Herstellung von umweltfreundlichen Produkten.

Nachhaltiges Wirtschaften in der Landwirtschaft

Die Agrarindustrie stellt aus mehreren Gründen einen wichtigen Faktor im Fachgebiet nachhaltiges Wirtschaften dar. Schließlich fungiert der Boden als unverzichtbare Lebensgrundlage der Menschheit. Nahrung gehört wiederum zu den notwendigen, menschlichen Grundbedürfnissen. Deshalb dient Ackerboden nur bedingt als erneuerbarer Rohstoff. Die Landwirtschaft funktioniert desgleichen lediglich mit einem fruchtbaren Boden. Allerdings sind Agrarwirtschaft und Boden nicht die einzigen Faktoren, die voneinander abhängen. Der Erdboden erfüllt weitere Zwecke: er schützt das Klima, die Biodiversität, die Luft und das Wasser. Über zehn Millionen Hektar eines fruchtbaren Bodens gehen global jedes Jahr für anderweitige Verwendungszwecke unwiederbringlich verloren. Diese Ziffer verdeutlicht, dass die Landwirtschaftsindustrie noch einen weiten Weg vor sich hat, um die Kriterien des nachhaltigen Wirtschaftens zu erfüllen. Somit setzt ein nachhaltiges Wirtschaften in der Agrarökonomie nicht nur den Verzicht auf Pestizide voraus, sondern auch eine sinnvolle Bodennutzung.

Nachhaltiges Wirtschaften in der Textilbranche

Bio-Cotton? Save the plant? Show you care? – Reichen diese Slogans aus, um die Textilbranche als eine nachhaltige Industrie zu bewerten? – Nein. Doch die Entwicklung stellt eine gute Richtung dar. Mithilfe der Slogans schärft die Kleidungsbranche das Bewusstsein ihrer Kunden für ein nachhaltiges Wirtschaften in der Textilindustrie. Bei diesen Produkten handelt es sich um nachhaltig angebaute Baumwolle, die frei von giftigen Chemikalien oder Farben ist. Zudem enthalten die lokalen Bauern eine gerechte Entlohnung. Ihre Kinder sollen ebenfalls Zugang zu Bildung haben. Dennoch heißt das noch lange nicht, dass diese Produkte aus einem komplett nachhaltigen Anbau stammen. Schließlich nutzen die Hersteller während des Anbaus einen Landboden, der für die Kultivierung von Nahrungsmitteln dienen kann. An dieser Stelle steht die Konfliktfrage, ob der Anbau von Baumwolle  generationen- und weltgerecht ist oder gar ein nachhaltiges Wirtschaften gewährleistet, wenn der Nahrungsmittelmangel nicht behoben ist.

Nachhaltiges Wirtschaften in der Kosmetik-, Chemie- und Technikindustrie

Die Chemie- und Technikindustrie bemüht sich ebenfalls, ein nachhaltiges Wirtschaften an den Tag zu legen. Dazu unternimmt sie permanent Anstrengungen, die sich in Form von regelmäßigen Innovationen äußeren. Damit beabsichtigen die Industriezweige, den CO2-Anstieg zu senken. Sowohl die Erstere als auch die Letztere sind auf einen hohen Energieverbrauch angewiesen. Des Weiteren benötigen Sie unterschiedliche Chemikalien, um ihre Produkte zu erstellen.

  • Die Chemieindustrie weicht deshalb zunehmend auf nachwachsende Rohstoffe aus. Reinigungs- und Waschmittel, die umweltgerecht hergestellt wurden, erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit – insbesondere unter den Verbrauchern. 
  • In der Technikindustrie liegt der Fokus auf Produkten, die sich durch einen geringen Energieverbrauch während der Herstellung auszeichnen und Akkugeräte, die eine längere Haltbarkeit an den Tag legen. Insgesamt erneuern Technikhersteller jährlich den Lebenszyklus ihrer Produkte. Sie zielen darauf ab, alte Geräte zu recyclen oder andernfalls umweltgerecht zu entsorgen. 
  • „Endlich plastikfrei“ – so lautet der Slogan der Kosmetikindustrie. In dieser Branche findet ein starker Umschwung, der ein nachhaltiges Wirtschaften darstellt, statt. Ferner liefern die Produkte den Beweis, dass es sich in dieser Industrie keineswegs lediglich um einen vorübergehenden Trend handelt. Statt Flüssigshampoos oder Seifen, bieten sie feste Produkte an. Diese sind ergiebiger, umweltfreundlicher und frei von Parabenen, Silikonen, Mineralölen oder Plastikteilchen. „Nachhaltig pflegen“ fungiert als Aufforderung, die zum einen das Unternehmensimage aufwertet, zum anderen qualitativ hochwertige Kunden anzieht.

Green Travel repräsentiert ein nachhaltiges Wirtschaften in der Reisebranche

Lange Zeit hielt sich die Tourismusbranche aus dem Nachhaltigkeitsfaktor zurück. Mittlerweile herrscht ein Umdenken. Dementsprechend werben Reiseanbieter mit alternativen Verkehrsmitteln, die sich durch einen geringeren CO2-Ausstoß auszeichnen. Radtouren erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit, denn diese stoßen keinen Kohlenstoffdioxid aus. Eine hohe Popularität genießen landesweite Radtouren entlang von Seen und Flüssen. Zahlreiche Reiseanbieter kombinieren diese Angebote mit einem Auskunden der Landschaft. In Deutschland steigt die Nachfrage nach Urlaubsangeboten samt Fahrradtouren.

Die Schweiz präsentiert ihre atemberaubende Landschaft wie Seen, Burgen oder Gletscher mit E-Autos, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgase leisten. Die Reiseanbieter kombinieren die Angebote mit Wander- und Radtouren. Großbritannien wiederum wirbt mit attraktiven Kanufahrten. In Brüssel locken Reiseanbieter mit Waffeln, Schokolade und unterschiedlichen Biersorten. Um den Anforderungen des nachhaltigen Wirtschaftens gerecht zu werden, plädieren die Veranstalter für Zugfahrten. England und Frankreich dienen seit jeher als beliebte Urlaubsländer, die Touristen magisch anziehen. Aufgrund ihrer großen Reichweite haben sich beide Staaten dem Umschwung Green Travel angeschlossen. London und Paris sind mit der Avenue Verte miteinander verbunden. Dabei handelt es sich um einen praktischen Fahrradweg. Die Tour dauert eine Woche und führt den Touristen Orte vor Augen, welche sie bei einem Flug von London nach Paris und umgekehrt definitiv verpassen.

Auf umweltfreundliche Reisen, die den Faktor nachhaltiges Wirtschaften berücksichtigen,  fokussiert sich mittlerweile die Tourismusbranche verstärkt. Dadurch wird sie den Anforderungen eines nachhaltigen Wirtschaftens gerecht. Selbstverständlich sollen Reiseliebhaber nicht komplett auf das Reisen mit dem Flugzeit verzichten. Stattdessen haben sie die Möglichkeit, ihre Flugmeilen und die damit verursachten CO2-Emissionen auszugleichen. Zahlreiche Projekte unterstützen eine Kompensierung.

Was sind die Folgen eines ignoranten und unwirtschaftlichen Verhaltens?

Was passiert mit Wirtschaftssubjekten, die den Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens vernachlässigen, ignorieren oder gar boykottieren? – Umsatzeinbußen. Imageverlust. Mitarbeiterfluktuation. Kundenflucht. Insolvenz. Die Auswirkungen eines ineffizienten Wirtschaftens sind verheerend. Sie verdeutlichen, dass keine Organisation bestehen bleibt. Doch das gilt nicht nur für gewinnorientierte oder gemeinnützige Organisationen, sondern auch für Privathaushalte. Die Mehrheit benutzt bei Tag kein künstliches Licht, sofern das Tageslicht ausreicht. Zum einen sparen die Akteure auf diese Weise Kosten, zum anderen belasten sie die Umwelt weniger, indem sie den CO2-Aussstoß reduzieren. Privathaushalte, die sich gegen ein nachhaltiges Wirtschaften entscheiden, schaden nicht nur ihrer finanziellen Lage, sondern auch ihrer Gesundheit. Das trifft in puncto Ernährung zu. Massentierhaltungsprodukte oder nicht biologisch angebautes Obst und Gemüse ist in der Regel pestizidbelastet.

Für Privathaushalte stellt zwar ein mangelndes, nachhaltiges Wirtschaften eine geringere finanzielle Gefahr oder Existenzbedrohung als für Unternehmen dar. Dennoch äußert sich eine Vernachlässigung in Form von unerwünschten Nebeneffekten. Ein Wasserverbrauch, der verschwenderisch ist, löst die Rechnung unnötig in die Höhe schießen. Dasselbe gilt für den Stromverbrauch. Zudem belasten diese die Umwelt, woraus weitere Probleme wie der CO2-Anstieg resultieren. Privathaushalte verlieren im Vergleich zu Unternehmen keine Kunden, erleiden jedoch gleichermaßen finanzielle Einbußen. Deshalb zahlt sich für jeden Einzelnen ein nachhaltiges Wirtschaften in vielerlei Hinsicht aus.

Ist ein nachhaltiges Wirtschaften tatsächlich ökologisch, ökonomisch und sozial?

Bio-Produkte und Fairtrade-Erzeugnisse sollten von den Verbrauchern dennoch kritisch unter die Lupe genommen werden. Unternehmen sollten während des Herstellungsprozesses auf erneuerbare Energien umschwenken. Diese stellen ebenfalls Anforderungen an ein Nachhaltigkeitsmanagement dar. Außerdem spielt es eine wichtige Rolle, ob die Konzerne nachhaltig mit Wasser und den anderweitigen Rohstoffen umgehen. Logistik- und Transportmethoden sollten ebenfalls nachhaltig erfolgen. An dieser Stelle dient der ökologische Fußabdruck als Messindikator. Er liefert Informationen darüber, wie stark das Klima und die Umwelt beim jeweiligen Herstellungs- oder Transportprozess belastetet wurden. Somit reicht es für Wirtschaftsakteure bei Weitem nicht aus, mit Slogans und Bio-Produkten zu werben. Verarbeitete Nahrungsmittel, die mit einem Bio-Siegel geschmückt sind, schneiden bei einem Vergleich mit regionalen Lebensmitteln schlechter ab, obwohl diese kein Zertifikat haben. Momentan beansprucht die Lebensmittelindustrie 20 Prozent des Energieverbrauchs, um die Nachfrage nach Ernährung zu befriedigen. Dieser Industriezweig hat die Macht ein nachhaltiges Wirtschaften voranzutreiben, sofern er die korrekte Energieform wählt.

Fairtrade-Kaffee oder Schokolade belasten zwar weniger die Gesundheit der lokalen Bauern, da sie pestizidfrei sind und zudem eine gerechte Entlohnung garantieren, doch sie enthalten nicht den Preis für die Abholzung des Regenwaldes. Der Verlust der Artenvielfalt, die durch die Rodung für immer verloren ging, ist nicht in den Fairtrade-Produkten enthalten. Für die Zukunft bedeutet das, dass sämtliche Produkte noch teurer werden müssen, um der Kategorie nachhaltiges Wirtschaften zu entsprechen. Sofern das nicht möglich ist, sind die jeweiligen Branchen für die verursachten Probleme verantwortlich. Sie können daneben bestimmte Herstellungsmethoden und Produkte ganz aus ihrem Produktionsprozess werfen. No-Plastic ist eine Bewegung, die verdeutlicht hat, dass die Wirtschaft sehr wohl auf die Ansprüche eines nachhaltigen Wirtschaftens eingehen kann. Allerdings sollte dies auch ohne strenge Gesetzesauflagen möglich sein. An dieser Stelle haben Privathaushalte ein starkes Mitbestimmungsrecht. Organisationen gehen auf die Bedürfnisse der Kunden ein – und wenn diese ein nachhaltiges Wirtschafen fordern, bleibt den Unternehmen keine andere Wahl als auf diese einzugehen, denn die Konkurrenz schläft nicht.