Umweltschutz – Definition, Geschichte und Maßnahmen

Jedes Wirtschaftssubjekt sollte sich die Grundsätze der Psychologie im Umweltschutz verinnerlichen. Intentionen werden zu Implementationen.

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Umweltschutz - Umweltschäden möglichst reduzieren
Umweltschutz - Umweltschäden möglichst reduzieren

In den Medien dominieren allgemeine Nachrichten über Umweltverschmutzungen und die damit verbundenen Konsequenzen, aber weniger über den Umweltschutz. Plastikverseuchte Ozeane. Entwaldung. Klimaerwärmung. Schmelzende Eisberge. Verheerende Folgen menschlichen Handelns. Ja, auf der einen Seite existieren sogenannte “Übeltäter”, welche die Umwelt zerstören. Doch, auf der anderen Seite wiederum existieren “Weltverbesserer”, welche die Umwelt schützen.

Zu den Delinquenten und den Helden gehören aus ökologischer Perspektive Unternehmen und Privathaushalte gleichermaßen. Allerdings lautet an dieser Stelle die entscheidende Frage: “Lassen sich Wirtschaftssubjekte tatsächlich in Schurken und Superhelden unterteilen?” – Nein. Definitiv nicht. Weshalb? – Weil es kompliziert ist, Übeltäter ausfindig zu machen. Umweltzerstörung begann bereits mit der Existenz des Menschen. Sie beschleunigte sich mit dem Eintritt des Industriezeitalters. Deshalb weist die Aussage “Unternehmen zerstören die Umwelt” keine allgemeine Gültigkeit auf. Auf der anderen Seite wiederum agieren Umweltschutzorganisationen keineswegs lediglich als Helden. Denn auch sie erhalten Vorwürfe mit Unternehmen zusammenzuarbeiten und Greenwashing zu betreiben. Eine interessante Schlussfolgerung steht jedoch in einem Zusammenhang mit der Umweltzerstörung: “Wenn Privathaushalte und Unternehmen die Umwelt zerstören und verschmutzen, können sie diese dann nicht genauso gut schützen? Falls ja, welche Möglichkeiten stehen den Wirtschaftssubjekten zur Verfügung?” Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, lohnt sich eine ausführliche Darstellung des Umweltschutzes.

Definition des Umweltschutzes

Der Begriff Umweltschutz impliziert verschiedene unabhängige und politische Methoden und Bemühungen, um natürliche Lebensräume sowie zahlreiche Ökosysteme vor den negativen Konsequenzen menschlichen Handelns zu bewahren. Dabei fokussieren sich Umweltschutzmaßnahmen keineswegs, lediglich auf den Erhalt der Lebensgrundlagen sämtlicher Lebewesen, sondern auch auf Bemühungen, die anthropogene Macht über die Umwelt zu reduzieren. Auf diese Weise sollen Umweltschäden zurückgehen. In Deutschland etablierte sich der Begriff “Umweltschutz” in den 1970-er Jahren. Wobei die Bezeichnung aus dem englischsprachigen Raum von “Environmental protection” stammt.

Geschichte des Umweltschutzes

Mit dem Beginn der Menschheit begann auch die Umweltzerstörung und –verschmutzung. Seit Tausenden von Jahren existiert dieses Thema. Darüber hinaus war dieses Phänomen in der Antike bekannt. Denn römische Gelehrte wie Seneca oder Plinius attackierten verbal die Vorgehensweisen der Bauherren. Sie unterstützen nicht die prunkvollen Bauten. In Rom zeigen beeindruckende Reste des Colosseums, welche Wunder die damaligen Architekten und Sklaven erschufen. Jedoch wirkte sich das damals schon negativ auf die Umwelt aus: Schriftsteller wiesen auf die Luftverschmutzung sowie auf die Exploitation natürlicher Rohstoffe explizit hin. Die intensive Bebauung der natürlichen Landschaften war ihres Erachtens ein Akt gegen die Umwelt.

Die Entwicklung des Umweltschutzes

Dennoch existierten Maßnahmen zum Schutz der Umwelt seit jeher; bis zum Anfang der industriellen Revolution. Allerdings verfolgten die Beschränkungen lediglich das Ziel, den Fortbestand der natürlichen Rohstoffe zu sichern. Das Verbot einer rücksichtslosen und unkontrollierten Entwaldung fällt in diese Kategorie. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wiesen Wissenschaftler, die zukunftsorientiert dachten, auf chemische Veränderungen der natürlichen Lebensräume hin. Ferner betonten sie, dass diese das Resultat menschlicher Aktivitäten sind. Demzufolge prägte ein britischer Wissenschaftler namens Robert Angus Smith im Jahre 1852 die Bezeichnung “Saurer Regen”. Ein Arzt wiederum erweckte den Begriff “Smog” zum Leben. Er brachte diesen Namen mit der Zerstörung der Gesundheit in Zusammenhang. All die Hinweise dienten in Kombination mit den Beweisen der Wissenschaftler als Motivation, Maßnahmen zum Schutz der Umwelt zu entwickeln. Als Vorzeigebeispiel agiert im 19. Jahrhundert der US-amerikanische Präsident namens Ulysses S. Grant. Seine Aktionen waren zukunftsorientiert. Denn er erklärte den Yellowstone Nationalparkt zu einem Naturschutzgebiet; im Jahre 1872 erließ er dafür ein spezifisches Umweltschutzgesetz.

Doch ab wann genau genoss der Begriff Umweltschutz eine beachtenswerte Medienwirksamkeit? In den 1970-er Jahren. Zu diesem Zeitpunkt gründeten zukunftsorientierte und umweltbewusste Individuen Organisationen, die das Ziel verfolgten, die Natur zu schützen. Die Vereinigungen gehen ihren Aktivitäten – auch heute, ein halbes Jahrhundert später – immer noch nach. Dank der Globalisierung entwickelte sich der Schutz der Umwelt auch auf der politischen Ebene weiter. Mittlerweile stellt er eine kollektive Mission dar. In regelmäßigen Abständen treffen sich Politiker auf internationalen Konferenzen, um Umweltschutzabkommen zu unterzeichnen. Dabei fungieren Organisationen zum Schutz der Umwelt als weisende Hand, weil sie mit der Thematik zum einen besser vertraut sind, zum anderen die Umwelt tatsächlich erhalten wollen. Deshalb lautet die spannende Frage, worin die Tätigkeit der Umweltschutzorganisationen besteht.

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Die unterschätzten Aufgaben der Umweltorganisationen

Bei Natur- und Umweltschutzorganisationen gehen Umweltaktivisten gegen die Umweltzerstörung vor. Sie fokussieren sich auf die nachfolgenden Herausforderungen:

  • Verlust der Artenvielfalt (Biodiversität)
  • Anstieg der CO2-Emissionen
  • Nutzung von erneuerbaren Energien
  • Nachhaltigkeit
  • Schutz der Ökosysteme
  • Ozonloch
  • Saurer Regen
  • Renaturierung

Als Bürgerinitiativen, Vereine oder Verbände organisieren sich Umweltschutzorganisationen. Sie sind auf sämtlichen gesellschaftlichen Ebenen tätig. Ihre Hauptaufgaben bestehen darin, Politik, Wirtschaft und Privathaushalte von ihren Zielen zu überzeugen. Sie legen den genannten Gruppen die Bedeutung der Umwelt nahe. Mittlerweile sind Umweltschutzorganisationen über die landesweiten Grenzen hinweg miteinander verbunden. Demzufolge profitieren sie von einer internationalen Aufmerksamkeit. Diese geht auf ihre effektiven Handlungsstrategien zurück. Darüber hinaus tragen Umweltaktivisten zu einer kontinuierlichen Verbesserung des gesellschaftlichen Fortschritts bei. Sie schärfen nicht nur die Wahrnehmung von Privathaushalten, Unternehmen und Staaten in Bezug auf Umweltschutz, sondern erzielen auch Verbesserungen in dieser Hinsicht.

Der Naturschutzgedanke etablierte sich in der Mitte des 19. Jahrhunderts. 1899 war in Deutschland ein bedeutendes Jahr für die Vögel, denn dieses war das Geburtsjahr des Deutschen Bundes für Vogelschutz. Daraus entwickelte sich der bekannte Naturschutzbund Deutschland. Seine Abkürzung lautet NABU. Entstanden Umweltverbände aus dem bloßen Wunsch, die Natur zu schützen heraus? – Jein. Umweltschutzorganisationen verdanken ihre Existenz den mangelnden politischen Aktivitäten in den 1960-er Jahren im Hinblick auf die Umwelt. Die Gründer waren nicht nur darauf erpicht, die Ökosystem aufrechtzuerhalten, sondern die Lebensweise des modernen Menschen, sofern es möglich war, mit der Umwelt in Einklang zu bringen. Daraus entwickelte sich eine moderne Schutz-Organisation wie der World Wide Fund for Nature, dessen Abkürzung WWF lautet, im Jahre 1961.

Merkmale von Naturschutzorganisationen

Welche Merkmale kennzeichnen eine Umweltschutzorganisation? Öffentlichkeitswirksam. Global vernetzt. Diese zwei Attribute stellen die Basis einer Umweltschutzorganisation dar. Sie verfolgt nicht nur bestimmte Ziele, sondern profitiert auch von der Meinung der Öffentlichkeit. Damit üben Verbände, Vereine und Organisationen Druck auf Regierungen aus. Dementsprechend landen ihre Ziele – früher oder später – auf einer politischen Agenda. Bekannte Umweltschutzorganisationen setzen sich aus einer hohen Anzahl von Mitgliedern zusammen. Deshalb sind sie in nahezu jeder Stadt anzutreffen. Teilweise weisen sie Ähnlichkeiten mit politischen Parteien auf. Des Weiteren beziehen Politiker Umweltschutzorganisationen in ihre Planung ein. Sie beeinflussen Umweltprojekte – die Umweltschutzmitglieder. Weil sie mit der Thematik besser vertraut sind, eröffnen sie neue, zukunftsorientierte Wege. In gewisser Weise sehen sich Umweltschutzorganisationen als Anwälte der Natur. So bezeichnet sich zumindest der WWF. (Quelle: wwf.de)

Greenpeace fungiert als hervorragendes Beispiel der Anwälte für einen Erhalt der Natur. 1971 wurde die Umweltschutzorganisation in Vancouver gegründet. Seit 1980 ist sie in Deutschland vertreten. Aufgrund der hohen Öffentlichkeitswirksamkeit verfügt Greenpeace mittlerweile über 550.000 Förderer. In Deutschland genießt diese Organisation den Ruf des wichtigsten Umweltschutzverbandes. Im Vergleich zu anderen Verbänden funktioniert Greenpeace keineswegs auf einer demokratischen Basis. Stattdessen liegt der Fokus auf der Aktion. Mitglieder und Aktivisten gehen vor Ort gegen die Umweltzerstörung vor und engagieren sich für den Schutz der Umwelt. Zahlreiche Kampagnen wie der Schutz der Weltmeere, der Klimaschutz sowie der Schutz der Artenvielfalt gehören zu den Zielen, die Greenpeace verfolgt. Um den Unabhängigkeitsstatus beizubehalten, akzeptiert die Organisation lediglich Spenden – von privaten Stiftungen und Organisationen. (Quelle: greenpeace.de)

Umweltschutzorganisationen leisten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Denn sie animieren Privathaushalte, Unternehmen und Regierungen, ihr Handeln zugunsten der Umwelt zu ändern. Aber sind denn Wirtschaftssubjekte lediglich auf die Aktivitäten der Umweltschutzorganisationen angewiesen? Haben nicht alle die Macht, Umweltschutz zu betreiben? 

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Privathaushalte schützen die Umwelt und profitieren davon

Privathaushalte haben die Fähigkeit, einen kleinen oder großen Beitrag zum Schutz der Umwelt zu leisten. Schließlich hängt Nachhaltigkeit mit Umweltschutz zusammen. Ebenso bestimmen umweltschutzbezogene Aktivitäten die Lebensqualität und den Alltag der Zukunft. Privathaushalte – oder jede einzelne Person – schützen mit ihren Entscheidungen die Umwelt; oder nicht. Selbstverständlich kann nicht jedes Individuum in der Alltagshektik, den Umweltschutz berücksichtigen. Dennoch zählen auch Kleinigkeiten – wie die Reduktion von Plastikartikeln beim eigenen Konsum. Jede noch so kleine Geste, die den Umweltschutz fördert, zählt. Darüber hinaus sollten Privathaushalte stets die Information im Hinterkopf behalten, dass ein Entgegenwirken der Umweltzerstörung auch ihnen zugutekommt.

Wann profitiert ein privater Haushalt, wenn der die Umwelt schützt? – Beispielsweise bei der Wassernutzung. Der menschliche Körper setzt sich überwiegend aus Wasser zusammen. Deshalb sind Menschen auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr angewiesen. In der Regel kaufen sie das lebensnotwendige Gut. Die Mehrheit kauft ihr Wasser, das in umweltfeindlichen Plastikflaschen abgefüllt ist. Eine Minderheit wiederum bevorzugt Glasflaschen. Gesundheits- und umweltbewusste Haushalte hingegen bauen einen Wasserfilter ein. Dieser reinigt das Leitungswasser UND verwandelt es dadurch in ein gesundes Trinkwasser. Deshalb müssen Privathaushalte, die einen Wasserfilter haben, weder Plastik- noch Glaswasserflaschen kaufen. Sie schützen dadurch die Umwelt und ihre Gesundheit. Gegner der Wasserfilter bemängeln regelmäßig, dass gefiltertes Wasser weder Kalzium noch Magnesium enthält. Allerdings lässt sich dieses in Pulverform hinzufügen.

Wasser und Ernährung gehören zu den menschlichen Grundbedürfnissen. Deshalb verfügen Haushalte über eine enorme Entscheidungsmacht, ohne sich darüber im Klaren zu sein. Die Auswahl der Lebensmittel hat eine direkte Auswahl auf die Umwelt. Somit steht die Wahl der Ernährung in einem unmittelbaren Zusammenhang mit dem Umweltschutz. Umweltaktivisten preisen nicht grundlos die Bevorzugung der regionalen Lebensmittel an. Weshalb? – Weil exotische und nicht saisonale Früchte keinen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten. Sie sind zum einen mit hohen Transportkosten verbunden, zum anderen stammen sie in der Regel aus der konventionellen Landwirtschaft oder aus Gewächshäusern. Pestizide? – Garantiert!

Jeder einzelne Beitrag zum Umweltschutz zählt

Obwohl es zu den selbstverständlichen Umweltschutzmaßnahmen gehört, handeln zahlreiche Individuen dagegen: Sie nutzen ihr Auto – auch für kurze Strecken. Dadurch leisten sie einen aktiven Beitrag zur Umweltzerstörung. Sofern es sich um einen Weg, der zwischen zwei und fünf Kilometern liegt, handelt, dient auch ein Fahrrad als gute Alternative für den Schutz der Umwelt. Aus den genannten Beispielen geht hervor, dass jeder Haushalt mit einer KLEINEN Geste einen GROSSEN Beitrag zum Umweltschutz leisten kann. Denn Personen, die etwas wollen, finden einen Weg, es zu tun. Alle anderen finden eine hervorragende Ausrede. Ressourcen und die Umwelt zu schonen, verlangt keine komplette Umstellung. Stattdessen geht es um eine nachhaltige Alltagsgestaltung. Diese hängt mit dem Schutz der Umwelt unmittelbar zusammen. Nicht nur der tägliche Einkauf, sondern auch die Urlaubsplanung lassen sich hervorragend mit dem Umweltschutz vereinbaren. Denn die Natur besitzt keine Fähigkeit, um sich von der anthropogenen Umweltzerstörung zu schützen. Deshalb ist die Umwelt tatsächlich von jeder einzelnen Person abhängig. Auf den Straßen, in den Bildungseinrichtungen, während der Internetnutzung – in sämtlichen Lebensbereichen ist Umweltschutz möglich und erforderlich.

Überfischung entgegenwirken: wichtiger Aspekt im Umweltschutz

Weshalb hängt die Überfischung mit dem Umweltschutz zusammen? – Weil es für die Ozeane keine Finanzhilfen gibt. Weltmeere stehen zwar auf der Agenda, dennoch mangelt es an einer Umsetzung. Die Macht, die Umwelt – insbesondere die Ozeane – zu schützen haben Verbraucher. Dafür müssen sie nicht gänzlich auf Fisch verzichten. Doch wenn sie die drei Regeln, die der WWF empfiehlt, beherzigen, setzen sie ein Zeichen, gegen die Umweltzerstörung.

  • Fisch, welchen der WWF-Fischratgeber empfiehlt, wählen.
  • Fisch als Delikatesse sparsam genießen.
  • Zertifizierten Fisch bevorzugen.

Hier liegt die Macht bei den Konsumenten. Wenn diese konsequent, achtsam und verantwortungsbewusst ihren Fischkonsum wählen, bleibt den Unternehmen früher oder später keine andere Wahl, als sich den Bedürfnissen der Konsumenten anzupassen. Leider bemängeln zahlreiche Verbraucher die höheren Preise, die mit einem verantwortungsbewussten Fischkonsum einhergehen. Deshalb fehlt es nach wie vor an der Umsetzung in Bezug auf den Umweltschutz. (Quelle: wwf.de)

Umweltschutz fängt bei der täglichen Hygiene an

Wie geht das denn? – Indem Verbraucher wie einst zu festen Pflegeprodukten greifen. Die gute alte Seife war in Bezug auf den Umweltschutz die bessere Alternative. Noch etwas: sie enthielt weder schädliches Mikroplastik noch Silikone oder Paraffine. Kosmetikhersteller, welche einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten wollen, haben den positiven Effekt der festen Pflegeprodukte erkannt. Deshalb bieten sie feste Duschgele, feste Haarshampoos, feste Haarspülungen, feste Gesichtsseifen, feste Handseifen und feste Deocremes an. Sie liefern damit handfeste Beweise, wie sehr ihnen der Umweltschutz am Herzen liegt. Zudem verpacken sie die Produkte in recycelbaren Papierverpackungen. Und weshalb greifen Verbraucher vermehrt zu den festen Pflegeprodukten? – Ganz einfach: Weil diese ergiebiger sind als die umweltschädlichen Flüssigerzeugnisse, die zudem in Plastikflaschen abgefüllt sind.

Aus den genannten Ratschlägen geht hervor, welchen Beitrag Privathaushalte zum Schutz der Umwelt leisten können. Selbstverständlich umfassen die Tipps nicht alle Lebensbereiche. Heizkosten sparen schützt die Umwelt ebenfalls. Deshalb sollte im Winter das Fenster während des Heizens geschlossen bleiben. Auch in Sachen Mode können Verbraucher zum Schutz der Umwelt beitragen, indem sie auf nachhaltige Kleidungsstücke setzen, anstatt sich von der Fast-Fashion blenden zu lassen. So wie das kleine Schwarze nie aus der Mode kommt, existieren auch zahlreiche andere Kleidungsstücke, die über einen längeren Zeitraum im Schrank bleiben können, ohne in der Altkleidersammlung zu landen. So sieht es mit der Macht der Konsumenten im Umweltschutz aus: Sie verfügen über eine große Entscheidungsmacht. Ihre Wahl entscheidet stets, ob die Umwelt geschützt oder weiter zerstört wird. Doch wie sieht es mit den Unternehmen in der Hinsicht aus? Es existieren umweltbewusste, umweltfeindliche und sogenannte hybride Betriebe. Bei dieser bunten Unternehmensmischung taucht deshalb die Frage auf: “Existiert eine Möglichkeit, die im wahrsten Sinne des Wortes SÄMTLICHE Unternehmen zu einem Umweltschutz motivieren kann?” – Ja. Sie nennt sich Psychologie im Umweltschutz.

Die unterschätzte Macht der Psychologie im Umweltschutz

Konsumenten und Unternehmen kommen mit der Psychologie im Umweltschutz in Kontakt. Dabei wägen beide Gruppen ab, inwiefern sie zugunsten oder gegen die Umwelt handeln. Zudem dominiert in der Psychologie im Umweltschutz die Kosten-Nutzen-Analyse. Kauft ein Verbraucher Obst, das aus Afrika eingeflogen ist, unterstützt er die Bewohner des Landes, Andrerseits entstehen dadurch hohe Transportkosten, die kein gutes Licht auf den Umweltschutz werfen. Lange Flugwege begünstigen den CO2-Anstieg. Ja, es ist wahr. Verbraucher befinden sich beim Schutz der Umwelt in Zwiespalt zwischen einer ökologischen und einer sozialen Norm. Ihnen ist bewusst, dass sie über ein Verantwortungsgefühl gegenüber der Umwelt und ihren Mitmenschen verfügen. Sie stehen vor der Herausforderung, jede Entscheidung auf die goldene Waage legen zu müssen. Privathaushalte und Unternehmen gleichermaßen. Glücklicherweise existieren jedoch in der Psychologie des Umweltschutzes Instrumente, die den Abwägungsprozess unterstützen.

Bewusstes Reflektieren stellt ein wertvolles Instrument im Umweltschutz dar

Unternehmen und Privathaushalte können der folgenden Frage nachgehen: “Wie viel wissen wir über nachhaltige Ernährung?” Das betrifft nicht nur Konsumenten, sondern auch die Lebensmittelindustrie. Sofern Wirtschaftssubjekte bewusst dieser Frage nachgehen, können sie einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Zu einem bewussten Reflektieren im Hinblick auf den Schutz der Umwelt gehört die Frage: “Wer profitiert von einer nachhaltigen Ernährungsweise?” – Die Gesundheit, die Umwelt, die Unternehmen, die einen nachhaltigen Lebensmittelanbau fördern. Dennoch impliziert die bewusste Reflexion keineswegs eine nachhaltige Entscheidung – weder für Unternehmen noch für Privathaushalte. Stattdessen erfordert das bewusste Reflektieren eine Kombination mit anderen Tätigkeiten.

Umweltschützende Intentionen in einen tatsächlichen Umweltschutz umwandeln

Wirtschaftssubjekte haben des Öfteren die Absicht, einen aktiven und regelmäßigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Es scheitert jedoch an der Umsetzung. Dennoch haben sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte die Möglichkeit, ihre Intentionen in Bezug auf den Umweltschutz in die Tat umzusetzen. Wie funktioniert eine erfolgreiche Umsetzung? Zielsetzung, zum Beispiel. Diese funktioniert nicht nur hervorragend in puncto Ernährung, sondern auch in Bezug auf das Sparen von Energie. Haushalte und Firmen können sich ein erreichbares Ziel vor Augen führen: “Nächstes Jahr senken wir die Energiekosten um zehn Prozent.” Ein derartig formuliertes Ziel bleibt keine Intention. Es verwandelt sich eher in eine Tat: Und schon ist ein Beitrag zum Umweltschutz vollbracht.

Implementationsabsichten sind für den Umweltschutz ein Erfolg

Ernährung und Energiekosten stellen unverzichtbare Aspekte des Alltags dar. Deshalb lohnt es sich laut der psychologischen Forschung, Implementationsabsichten im Zuge des Umweltschutzes zu konkretisieren. Wie das in der Praxis ablaufen könnte, zeigt die nachfolgende Liste. Privathaushalte können diese in ihren Ernährungsplan integrieren. Unternehmen hingegen in ihren Essensplan der Kantine. “Wir fördern eine nachhaltige Ernährungsweise.”  Um dieses Ziel in die Tat umzusetzen, lohnt sich das Ausarbeiten einer Liste:

  • Wann? – Jeden Donnerstag kommen lediglich nachhaltig angebaute Lebensmittel auf den Tisch.
  • Wo? – In der Bio-Abteilung eines Lebensmittelgeschäfts.
  • Wie? – Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit einem öffentlichen Verkehrsmittel suche ich den Laden auf.
  • Wie? – Den Einkauf transportieren Konsumenten mit waschbaren Baumwolltaschen.
  • Wer? – Der Einkauf erfolgt alleine oder mit der gesamten Familie.
  • Was passiert, wenn es an einem Donnerstag nicht möglich ist, dieses Ziel umzusetzen? – Dann erfolgt ein Verschieben auf den Freitag.
  • Was passiert, wenn die Baumwolltasche zu Hause geblieben ist? – Dann ersetzt sie der Einkäufer durch zwei Papiertragetaschen, die in jedem Laden angeboten werden.

Die Liste dient lediglich als Beispiel. Sie verdeutlicht, wie Psychologie im Umweltschutz in die Tat von Privathaushalten und Unternehmen umgesetzt werden kann. Firmen haben mit ihrem Kantinenessen einen großen Einfluss auf das Konsumentenverhalten. Sie haben die Fähigkeit, das Bewusstsein für Schutz der Umwelt in Bezug auf die Ernährung zu schärfen. Und wenn Mitarbeiter anhand eines biologischen, nachhaltigen Kantinenessens spüren, wie gut Bio-Lebensmittel schmecken – ohne Zusätze und Pestizide, dann motiviert sie das dazu, Implementationsabsichten auch im Privatleben umzusetzen.

Umweltschutz im Bereich Energiesparen mithilfe von Prompts

Die Psychologie kennt die Macht des geschriebenen Wortes. Deshalb verlässt sie sich beim Umweltschutz auf Buchstaben. Forscher empfehlen, Prompts zu nutzen. Und was genau sind Prompts? – Kleine, praktische und clevere Erinnerungshilfen. In einem Büro wäre das ein kleiner Notizzettel mit der Aufschrift “Es war einmal ein Wald”. Woran soll dieser erinnern? – An die Reduktion des Papierverbrauchs. Dabei handelt es sich um eine kleine Geste mit einer großen Wirkung.

Privathaushalte hingegen können Prompts ebenfalls dazu nutzen, um die Umwelt zu schützen. In der Regel ist der Papierverbrauch geringer – nicht jedoch der Energieverbrauch. Deshalb fungieren Prompts, die auf dem Lichtschalter oder auf der Heizung kleben und die Bezeichnung “Licht aus” oder “Heizung runterdrehen” tragen, als sinnvolle Erinnerungen, welche einen guten Beitrag zum Umweltschutz leisten. (Quelle: Aus dem Buch: Psychologie im Umweltschutz S. 64 ff.)

Umweltschutz in Unternehmen

Die Organisation des Umweltschutzes in einem Betrieb ist mit Hürden, Herausforderungen und Schwierigkeiten verbunden. Das gilt insbesondere für Unternehmen, die sich seit jeher lediglich auf den Gewinn fokussiert haben. Sie haben mehr Arbeit als Betriebe, welche die drei Säulen der Nachhaltigkeit in ihren Prozess integriert haben. Dennoch helfen die nachfolgenden Anhaltspunkte als Orientierungshilfe in Bezug auf den Umweltschutz. Sie nennen sich:

  • Sparen
  • Recycling
  • Rationalisierung
  • Quantitative Emissionsreduktion

Ohne fremde Hilfe setzen Unternehmen jedoch keineswegs diese Ziele um. In den letzten Jahren erfreuen sich spezielle Studiengänge, welche die Belange der Umwelt berücksichtigen einer großen Beliebtheit. Deshalb lohnt sich das Hinzuziehen von Experten, die wertvolles Wissen in Bezug auf den Umweltschutz weitergeben. Umweltmanager, Umweltingenieure und Umweltökonomen zeigen auf, inwiefern Unternehmensziele und Umweltschutz miteinander vereinbar sind. Dass diese nicht miteinander konkurrieren müssen, beweisen zahlreiche erfolgreiche Betriebe, welche die drei Säulen der Nachhaltigkeit miteinander kombinieren. (Quelle: Aus dem Handbuch Umweltschutz als sozialer Prozess S. 90 ff.)

Fazit zum Umweltschutz

Privathaushalte können mit kleinen Schritten auf lange Sicht einen großen Beitrag zum Umweltschutz leisten: in allen Bereichen ihres Alltags. Dafür sollten sie jedoch die Grundsätze der Psychologie im Umweltschutz verinnerlichen. Intentionen werden zu Implementationen. Am einfachsten setzen Individuen den Naturschutz um, indem sie mit dem Bereich anfangen, der ihnen am ehesten zusagt. Ernährungsumstellung von pestizidbelastet auf pestizidfrei.

Für Unternehmen stellt der Schutz der Umwelt hingegen eine Herausforderung dar. Weil sie in gewisser Weise eine höhere Verantwortung tragen als Privathaushalte. Deshalb lohnt sich die Inanspruchnahme eines Umweltdienstleisters. Da jedoch viele Unternehmen darauf erpicht sind, Kosten zu sparen, scheuen sie sich vor kostspieligen Beratungen. Dabei lassen Führungskräfte eine bedeutende Kleinigkeit außer Acht: Umweltberater zeigen auf, wo ein Betrieb Kosten sparen kann. Umweltökonomen rechnen aus, weshalb sich der Schutz der Umwelt für das Unternehmen auszahlt. Es wirkt sich positiv auf das Unternehmensimage aus. Dieses zieht wiederum Kunden magisch an. Außerdem lohnt es sich, Umweltschutzmaßnahmen zu ergreifen, bevor gesetzliche Auflagen kommen, die zu Umweltschutzaktivitäten drängen. Umweltberater sind nicht günstig. Doch Unternehmen entlohnen nicht nur die Beratung, sondern das Wissen und die Erfahrung, welche sich Umweltmanager angeeignet haben. Außerdem handelt es sich bei der Inanspruchnahme einer Umweltdienstleistung um einmalige Kosten, welche bei der korrekten Umsetzung, einen langfristigen Gewinn ermöglichen.

Auch beim Umweltschutz weist das Sprichwort “Vorbeugen ist besser als heilen” Gültigkeit auf. Denn besser und günstiger als Umweltzerstörung ist die Vorbeugung, die sich in Form eines Umweltschutzes äußert.